Ziemlich spontan verschlug es uns dann doch noch in die Altstadt zur Hattinger Musiknacht. Schon vom Auto aus merkten wir, daß wir den Weg nicht verfehlen konnten. Zugegeben, es kann natürlich auch
daran gelegen haben, daß wir den Wagen genau gegenüber von Amelie’s Café abgestellt hatten. Aber die Formulierung, daß Marco’s kräftige Beats uns den Weg geleitet haben, klingt da besser.
Mißtrauisch beäugten wir zunächst das Geschehen ersteinmal von außen. Gehörte die Räumlichkeit etwa zum
angrenzenden Seniorenheim ? Es mutete fast so an. Egal- Augen zu und durch ! Man muß ja schließlich Prioritäten setzen. In einem schick beleuchteten ähm Mehrzwecksaal fanden wir unsere Jungs auf einer spartanisch
zusammengezimmerten Bühne, die immer wieder Bens zimmermännische Talent forderte, in der hintersten Ecke vor. Durch diesen doch sehr kräftigen und ungewohnten Körpereinsatz boten sich uns ganz andere
Hinteransichten. Nicht übel.
In der Pause schnappten sich alle kurzerhand ihre Instrumente und enterten “Das kleine Café” von Fiete für
einen kurzen Gastauftritt. Ein nicht ganz alltäglicher Anblick so ein wandelnder Kontrabaß in der nächtlichen Altstadt. Martin schaffte es, sich mit seiner Gitarre durch die Menschentraube bis nach vorne
durchzukämpfen. Hermann mußte sich zwangsweise mit einem nahe der Tür stehenden Stuhl begnügen, was sehr zum Amüsment und Verwunderung bei den noch immer hereinströmenden Besuchern beitrug. Ein gelungener
Werbefeldzug. Nach drei kurzen Songs ging es wieder kehrtmarsch zurück. Trotz der zunächst kühlen Atmosphäre in Amelies Café war ein cooler Abend. Und zum Schluß haben wir tatsächlich noch tanzende Menschen
gesichtet. Geht doch !!!